Wie Yoga deine Epigenetik beeinflusst

Was ist der Unterschied zwischen Genetik und Epigenetik?

Die Genetik ist bekannt als unveränderbarer Bauplan deiner Erbsubstanz. Deine Körpergrösse, Veranlagungen für bestimmte Krankheiten, Haar und Augenfarbe sind sozusagen in Stein gemeisselt und werden nicht verändert.

Die Epigenetik jedoch ist veränderbar; wenn dein DNS Bauplan ein dickes Buch wäre, ist die Epigenetik daran beteiligt, welche Seiten im Buch gelesen werden und welche nicht. So können Gene “ein oder aus” geschaltet sein. Das heisst, eine Veranlagung für eine Krankheit ist zwar vorhanden, muss aber längst nicht ausbrechen, da die Umweltbedingungen sowie Dein Lebensstil einen grossen Einfluss haben. Epigenetik ist durch die ganze Lebensspanne veränderbar.

Der Satz “ich bin halt so, da kann man nichts machen, das sind halt die Gene” gilt heute nicht mehr, diese Denkweise hatte sich lange und hartnäckig gehalten.

(Genetische Erkrankungen bei denen das Grundgerüst der Gene selbst fehlerhaft ist, z.B. Trisonomie 21 oder Mukoviszidose, sind hingegen nicht veränderbar.)

Der Lebensstil und die Epigenetik gehen Hand in Hand, da Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung und Stress die Genaktivität beeinflussen können.

“DU BIST WAS DU ISST- DU WIRST WAS DU DENKST”

Was Du ein Leben lang gewohnheitsmäßig wiederholst, moduliert und beeinflusst deine Gesundheit und Wohlbefinden somit erheblich.

Das sind good News!

Wenn Du beispielsweise die nächsten Monate oder Jahre, mehrmals die Woche achtsam einen Sonnengruß übst, wird diese Praxis Körper und Geist positiv formen, es können körperliche Beschwerden deutlich gemildert oder gar vermieden werden.

Im Yoga wird unter anderem der Vagus Nerv (Ruhe Nerv) und somit auch der Parasympathikus (Regenerierung, Energiegewinnung, Erholung) gestartet. Durch Senkung des Blutdruckes und der Herzfrequenz, Förderung der Verdauung, beruhigung der Gedanken u.s.w... Das Aktivieren des Parasympathikus durch Entspannungstechniken kann die Gesundheit direkt beeinflussen. Denn den Parasympathikus gewohnheitsmässig zu aktivieren kann langfristig positive epigenetische Veränderungen ausgelösen, welche wiederum die Stressreaktion und die allgemeine Gesundheit positiv beeinflussen.

“Achte auf Deine Gedanken denn Deine Gedanken werden zu Deinen Worten, achte auf deine Worte denn sie werden zu Deinen Handlungen, achte auf Deine Handlungen, diese werden zu Deinen Gewohnheiten. Deine Gewohnheiten beeinflussen deinen Charakter, achte auf Deinen Charakter denn dieser wird Dein Schicksal” - Charles Reade-